Beeindruckende Lesung aus „Der Engel schwieg“ von Heinrich Böll

Im Jahr 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahr alt geworden. Das Bornheimer Kulturforum hatte dies zum Anlass genommen, zu einer Lesung aus den Werken von Heinrich Böll nach Merten einzuladen, zumal er dort ja einige Jahre wohnte. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Stiftung der Kreissparkasse Köln.

Die Aula der Heinrich-Böll-Schule in Merten war bis auf den letzten Platz besetzt, als Günter Lamprecht und Claudia Amm Auszüge aus dem Roman „Der Engel schwieg“ vortrugen.

Vorab verlas Günter Lamprecht eine beeindruckende Stellungnahme von Heinrich Böll  zu seinen damals von manch einem Kritiker als  „Trümmerliteratur“ bezeichneten Nachkriegswerken.

In „Der Engel schwieg“ schildert Heinrich Böll die Geschichte eines jungen Soldaten, der mit falschen Papieren desertiert war und nach Kriegsende in seine zerstörte Heimatstadt zurückkehrt. Ohne dass der Name vorkommt, spielt die Geschichte offensichtlich in Bölls damaliger Heimatstadt Köln. Der junge Soldat ist auf der Suche nach Brot, nach einer Unterkunft, nach Menschen und nach Werten, die er im Krieg offensichtlich verloren hatte.

Mit ihrem faszinierenden Vortrag zogen Günter Lamprecht und Claudia Amm die Zuhörer bis zum letzten Satz in ihren Bann. Man fühlte sich mitten in die Geschichte hinein versetzt.

Mit anhaltendem Applaus bedachten die Besucher die Lesung beiden in Bornheim lebenden Künstlern. Gerd Brühl vom Bornheimer Kulturforum bedankte sich bei Günter Lamprecht und Claudia Amm, aber auch bei den Besuchern für den beeindruckenden Abend.